Nur Vuvuzela und Bafana Bafana?

Über die Chancen der Zuschauer Südafrika durch die WM besser kennen zu lernen

WM und Ihre Freunde: Grundsätzlich verbindet eine WM viele Menschen über die Faszination am Fußball. Internationale Fans mit den gleichen Interessen kommen in einem Land zusammen und feiern gemeinsam das „WM-Fest“. Doch nicht nur für die Fußballbegeisterten vor Ort ist das Kennenlernen von Land und Leuten von großem Interesse, sondern auch die Zuschauer zu Hause sind stets daran interessiert das Land durch unterschiedliche Medien zu erkunden. Durch Reportagen und Berichte zum Land und den Einwohnern wird der Wissensdurst gestillt.

WM 2002 – der Rückblick

Machen wir einen Ausflug in das Jahr 2002, als die Welt in Japan und in Südkorea zu Gast war. Der Zuschauer war im Vorfeld des Turniers nicht ausgiebig über die Gastgeber informiert, da Nachrichten respektive Reportagen sonst immer Mangelware gewesen sind. Wie zu jeder großen Sportveranstaltung wurde uns auch damals auf einmal eine Reihe von Reiseberichten dargeboten. Wir lernten unteranderem die Sehenswürdigkeiten, die Essgewohnheiten der Japaner und Südkoreaner kennen und Restaurants, in denen Hunde angeboten werden, wurden uns als Normalität dargestellt. Neben dem Alltag der Einwohner zeigte man uns auch fanatische Fans, die für Ihre Mannschaft zusammen kamen und gemeinsam mit verschiedenen Nationen feierten.

Unsere WM 2006

Erinnern wir uns doch auch daran, als die Weltmeisterschaft im Jahre 2006 bei uns im Lande war und wir die Gastgeber sein durften.
Auch zu diesem Ereignis wurden der Welt Informationen über Deutschland gegeben. Als Beispiel angeführt, dachten die Engländer immer, Deutsche seien spaßbremsen, was sie allerdings nach der WM widerriefen. Die Südeuropäer sahen, dass es auch in Deutschland einen heißen Sommer geben kann und wir nicht immer einen Regenschirm dabei haben müssen. Auf der ganzen Welt wurde registriert, dass die Deutschen recht freundlich sind und mit vielen verschiedenen Nationen feiern und vor allem sich für diese mitfreuen können.

WM 2010

Und nun zu diesem Jahr und der aktuellen WM 2010 in Südafrika, der ersten WM auf afrikanischen Boden.
Soviel kann gesagt werden, vor der WM wussten wir viel zu wenig über Südafrika. Wie auch zur WM 2002 berichten die Medien fast täglich alles Mögliche zu Südafrika, wir erhalten Einblicke in die Gewohnheiten der
Menschen, den Lebensumständen und dem Tierreich. Nicht nur durch das Fernsehen werden die zuhause gebliebenen über Südafrika informiert. Fast jede große Zeitung hat auf Ihrem Webauftritt eine Rubrik „Südafrika“, auf der detaillierte Informationen zum Land publiziert werden.
Außer den unzähligen Reportagen beschäftigt man sich aber auch selbst mit dem Thema Südafrika, was sonst eher im Alltag untergeht. Diese Aussage kann durch die Anzahl der Suchanfragen in Google bekräftigt werden. Die folgende Grafik zeigt wie viele landesinteressierten nach dem Begriff „Südafrika“ in Google gesucht haben, verteilt über die letzten 12 Monate.

Google Suchanfragen bzgl. Südafrika


Quelle: http://www.google.com/insights/search/#q=s%C3%BCdafrika&date=today%2012-m&cmpt=q

Es wird aus der Grafik also ersichtlich, dass kurz vor der WM die Suchanfragen für Südafrika stark angestiegen sind. Die Informationen, die wir bei dieser WM erhalten, sind jedoch ziemlich oberflächlich, denn das Leben und das Filmen in den Großstädten Südafrikas, wie zum Beispiel Johannesburg, sind sehr gefährlich. Im Gegensatz zur WM 2006 gibt es deswegen bedauerlicherweise fast keine Straßenfeste, durch die sich die Fans vor Ort besser hätten kennenlernen können.

In Südafrika ist das arm-reich-Verhältnis sehr extrem, so wohnt das deutsche Team in einem 5 Sterne Hotel und wenige Kilometer davon entfernt, liegt ein Armenviertel mit viel Kriminalität. Die Menschen dort leben in kleinen alten Hütten, die mit Gittern vor den Türen geschützt sind, denn es wird viel gemordet und gestohlen. Daher kursierten bereits vor dem Turnier viele Warnmeldungen, dass das Land alles andere als ungefährlich gelte, allerdings nur dann wenn man sich nicht an Experten-Tipps orientiert und sich in bestimmten Situationen falsch verhält. So ist es beispielsweise ratsam sich in Johannesburg am Abend nicht alleine in kleinen Gassen aufzuhalten.

Im Großen und Ganzen wurden bis jetzt keine schwerwiegende Vorfälle aus Südafrika gemeldet und die Fußballfans schwärmen weiterhin von den Gastgebern und ihrem schönen und exotischen Land Südafrika.

Insgesamt kann man resultieren, dass auch die Weltmeisterschaft 2010 zum Kennenlernen des Landes viele Chancen geboten und das Interesse an Südafrika, ihrer Kultur und ihren Einwohnern geweckt hat!

A.S.

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